Tag 16 im Dschungelcamp: Prince Damien holt sich die Krone

Liebes Dschungeltagebuch,

wir haben einen neuen König. Lang lebe der König.

Nach Dschungelkönigin Evelyn Burdecki bestieg nun wieder ein männlicher Regent den Dschungelthron.

Auf Platz Platz 2 und damit neuer Kronprinz: Sven „Zwenni“ Ottke und Daniela Büchnerin fungiert mit ihrem dritten Platz als Dschungelprinzessin (?).

Bis es zur Krönung kam und der von vielen bereits im Vorfeld hochgehandelte Prince zum King wurde, mussten natürlich noch die letzten Dschungelprüfungen absolviert werden. Hier trennte sich auch die Spreu vom Weizen und man sah, wer das Zeug zur Krone hatte und wer nicht.

Ich würde jetzt RTL sogar unterstellen, dass sie die jeweiligen Dschungelprüfungen so gelegt haben, dass nur ein Kandidat gut aussehen konnte: Prince Damien. Denn mal ehrlich: ich habe noch kein IBES Finale gesehen, in dem die Teilnehmer so versagt haben. Aber gut.

Dschungelprüfung

  • Titel: völlig wurscht, weil vorher feststand, wer welche Prüfung zugeteilt bekommt
  • Datum: 25.01.2020
  • Aufgabe:

    Einzelprüfungen, wie im Finale üblich. Ottke wurde die Essensprüfung zugeteilt und dort the same procedure as every year: jeweils die Wahl, ob ein Gericht aus der Abteilung lecker oder doch lieber Ekelzeugs futtern und einen Stern für das Abendessen im Camp holen. Die Büchnerin im Taucherhelm musste mit unterschiedlichsten Tieren im Helm in der Kirchberger-IKEA-Gedenkprüfung Sterne mit einem Inbusschlüssel abschrauben, wobei es bei den Tieren eine breite Auswahl gab (Schlangen, Spinnen, Kakerlaken, Ratten, Ameisen). Prince Damiens Prüfung schien die leichteste von allen, da er auf einer rotierenden Scheibe mit Ekelzeugs übergossen wurde und nebenbei mit einem Knüppel eine Piniata zerhauen und den Stern rausfummeln musste.

  • Wer: Daniela BüchnerPrince DamienSven Ottke
  • Verlauf:

    Daniela Büchner ließ Schlangen und Ratten aus. Bei den Spinnen und Kakerlaken hatte sie stark zu kämpfen, aber versuchte es wenigstens. Bei den Grünen Ameisen klappte es ganz gut und ein Stern sprang heraus. Der Zwenni haderte sehr mit seiner Essensprüfung. Kuhauge ging nicht, Schafplazenta war ihm zuviel, pürierte Lunge brach er etwa bei der Hälfte ab und die dicke Made fand er "unmenschlich" (Daniel Hartwich stimmte sofort zu). Allein die Spinne mit Brutbeutel fand den Weg in Ottkes Magen, so dass auch wieder ein Stern aufs Konto wanderte. Bisher magere Ausbeute für eine Finalbesatzung. Allein der Prince riss es mit 4 Sternen wieder raus. Hätte er vorher nicht soviel mit den Rangern geflirtet (Legendär: "Can I have your number please?" - "No, but I can give you his ..."), wäre vielleicht sogar der 5. Stern drin gewesen.

  • Ziel: 3 Sterne
  • Ergebnis: 1 Sterne

Bei der Krönungszeremonie brach alles an Emotionen aus dem neuen King of the jungle heraus und er versprach in einem Anflug von Gutmenschentum, 20.000 € von seiner Siegprämie an „Australien“ zu spenden. Das Land hätte ihm soviel gegeben (Bohnen mit Reis?), da müsse er auch etwas zurückgeben. Sonja Zietlow, eigentlich nicht dafür bekannt, mit den Campern sonderlich mitzuleiden oder andere empathische Reaktionen zu zeigen, musste sich offensichtlich das ein oder andere Tränchen verdrücken. Vor laufender Kamera! Wo ist die Professionalität hin, frage ich Dich, WO?

Meiner ganz persönlichen Meinung nach ist hier einfach der Promi Sieger geworden, der der Harmloseste Typ im Camp war. Ohne richtige Ecken und Kanten und ohne sonderlich spektakuläre Aktionen, die im Gedächtnis bleiben werden. Erstaunlich war, wie gut er nach 16 Tagen im mittleren Mischwald noch formulieren konnte, während seine beiden Kontrahenten zum Schluss schon ordentlich durch waren.
Insgesamt war er in einer Staffelbesetzung mit zwar (teilweise) unterhaltsamen aber nicht sympathischen Stars derjenige, der einfach am wenigsten genervt hat. Wenn man nach produzierter Aufmerksamkeit geht, dürfte die Königin nur Daniela Büchner oder Elena Miras heißen, aber die haben sich durch ihre Art selbst abgeschossen. Ebenso der Nuschelkopp Ottke, der sein „Es ist für die Kinder“ Mantra viel zu oft durchkaute. Der große Peter Orloff hätte ihm da ein paar Tips geben können, wie man das richtig macht. Auch wären einem Orloff-Peter nie Sätze wie „verrecken sollse, boah ey“ aus dem Mund gekommen, selbst wenn es eine Witwe und Mutter betraf.

Dem Alpha-Muttertier dieser Staffel kann man nur wünschen, dass sie zu einem eigenen Leben findet und sich nicht auch noch lange nach dem Tod des Ehepartners nur durch ihn definiert. Ob wir sie weiter im TV werden sehen müssen/dürfen? Ich denke, ja.

Mittlerweile ist das ja mit dem Dschungelcamp etwas problematisch. Nach 14 Staffeln wissen die Leute nun, worauf es im Rahmen der Eigen-PR ankommt. Hier wird nicht mehr die Dschungelshow in den Vordergrund gestellt sondern die eigene Popularität. Das Camp ist nur noch Vehikel, um die eigenen Instagram Follower zu bedienen, die nächste Single zu bewerben oder sich für ein anderes Format ins Gespräch zu bringen.

Jetzt warte ich aber auf das Große Wiedersehen im Baumhaus und hoffe, dass dort einiges aufgearbeitet wird.

Wie fandet ihr denn nun IBES 2020?

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