Großes Wiedersehen im Dschungelcamp

So schnell kann es gehen. Der König des Dschungels ist gekürt und alle Insassen versammeln sich im Baumhaus zur großen Wiedersehensparty.

Das ist dann also RTL’s letztes Ausquetschen des Dschungelcamps. Selbst der fertige Helmut Berger (der mit dem 48 Stunden Kurzauftritt im Camp) darf nochmal vor die Kamera und mit Olivia Jones züngeln.

Da sehen wir dann alle Sachen noch einmal, die RTL schon zu Campzeiten bis zum Erbrechen wiederholt hat. die Hängeeier von Klaus Baumgart, eine Auswahl von Joey-Sprüchen (alle Äußerungen passten nicht in eine Sendung), das Georgina-Sams und eine Auswahl diverser Lästersessions (alle passten auch hier nicht in eine Sendung).

Natürlich bekamen die Promis auch ihre Lästereien und Zoffereien gegenüber den anderen Stars vorgespielt. Das sorgte für einige freudige Überraschungen :o)

Es gab bei den Promis nun einige Strategien, um diese Sendung heil zu überstehen.

Entweder sie spielten wirklich beste Freunde wie Allegra Curtis und Iris Klein (die kleinen Moppelchen freuten sich gemeinsam wie die Schneekönige über verlorene Pfunde) oder sie taten alles als ganz normales Camp-Gehabe ab wie Olivia Jones oder sie gingen weiter auf Konfrontation wie Fiona Erdmann. Die sorgte mit ihrem dick aufgetragenen Kitsch (das Dschungelcamp hat mir soviel gegeben .. blablabla) noch einmal etwas zum Abbau ihrer Sympathiewerte. Die von ihr und dem Georgina-Sams weitergeführte Kontroverse hatte es aber auch in sich. Dabei wurde sogar das Clubverbot für Jerome wieder aufgehoben. Eine Freundschaft wird daraus aber nicht mehr, wobei sich beide in ihrem Gezicke nicht viel nehmen. Das Sams nervt halt nur stärker durch den großen Müll, der aus ihrem Mund kommt. Von den 70.000 gekauften Facebook-Freunden hat sie natürlich nichts gewusst, aber von den 20.000 echten Freunden, die seit ihrer Dschungelzeit hinzugekommen sind – davon wusste sie natürlich.

Silva Gonzales bewies einmal mehr, warum er als erstes aus dem Camp gewählt wurde. Der kommt beim Wahlvolk an wie Fußpilz. Aber man hatte noch einmal die Gelegenheit, Silvas markante Lache zu hören.

KloDellchen hatte noch etwas aufzuklären: In Wahrheit ist sie 39 und ihre Titten sind gemacht. Gut, dass wir da jetzt Bescheid wissen. Außerdem hat sie Fiona adoptiert oder so ähnlich.

Die Frage, die uns seit November letzten Jahres bewegte: Kann Daniel Hartwich Dirk Bach als Moderator ersetzen. Ich muss sagen: er kann.
Zwar ist Ersetzen nicht das richtige Wort, weil Dirk Bach einfach Dirk Bach ist, aber er hat meiner Meinung nach einen guten Job hingelegt. Zu Beginn etwas verhalten, drehte er immer mehr auf. Obwohl er die vom Gag-Schreiber Team Haas-Beisenberg verfassten Jokes ordentlich abgespult hat, liegen seine Stärken in der Improvisation und in der Kommunikation mit den Kandidaten („Georgina, ich wiederhole es nochmal: Fischschleim, Tierabfälle, tote Insekten“). Definitiv eine Bereicherung.
Jetzt sieht man allerdings auch einmal, was eine Sonja Zietlow ohne einen starken Co-Moderator leisten kann: ziemlich wenig. All die Jahre im Windschatten von Dickie gesegelt. Nun wird es an der Zeit, dass Olivia Jones ihren Platz einnimmt. Und das meine ich ganz ehrlich.

Dann noch mal was zur Pornonudel Patrick Nuo. Ein Schauspieler ist er nicht, ein guter schon gar nicht. Aber dass er die Beichte nur aus Promotion für eventuelle neue Singles in den Dschungel gerotzt hat, spricht dafür, für wie dumm uns die Beteiligten dort halten.
Zur Freude aller habe ich nochmal ein relativ frisches Interview mit Patrick Nuo in der Musikmetropole Neuruppin aufgestöbert.

Die (w)irre Joey Show habe ich mir nicht mehr angetan. Dafür ist mein Nervenkostüm zu schwach.
Der „Let’s getty to rumbol“ Joey hat auch nur gewonnen, weil Olivia im Finale geschwächelt hat und sonst keine Konkurrenz da war. Wie in der Umfrage zu sehen ist, kann auch eine Hohlbirne unterhaltsam sein und eben auch Dschungelkönig werden.

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