Tag 1 im Dschungelcamp: Der schnellste Auszug ever

Tag 1 bescherte uns den Einzug der Kandidaten in das Camp. Und gleichzeitig auch den ersten Auszug.

Prof. Dr. Günter Krause verließ (wohl auf Anraten von Dr. Bob) bereits nach wenigen Stunden das Dschungelcamp, nachdem er ohnehin für alle Dschungelprüfungen gesperrt war (oder sich durch Atteste davon befreien ließ – man kennt ja die Vertragsbedingungen nicht) und auch extra mit kleiner Staatsempfangskolonne ins Camp gekarrt wurde. Im Camp selbst fiel er nur durch übermäßiges Schwitzen, einschläfernde Reden (RTL ließ es sich nicht nehmen, einen ex-Politiker zum ersten Teamchef zu bestimmen) und mangelhafte Englischkenntnisse auf. Ganz ehrlich: der Mann war Bundesminister, leitete Firmen, führt einen Professorentitel und kann nur rudimentär englisch sprechen?

Da sein Ausscheiden so früh im Verlauf der Show erfolgte, darf herzhaft über einen Ersatz spekuliert werden. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte: die aktuelle Partnerin vom Wendler, Laura Müller!

Und ja, es ist die Auftaktfolge – man sondiert, man gibt sich höflich und zuvorkommend (also soweit möglich …) und ist noch gut genährt. Die berühmten „Masken“ fallen immer erst etwas später.

Aber was mir bereits jetzt auffällt:

Markus Reinecke ist etwas schräg drauf, hat denselben Anti-Humor wie ich und nervt viel weniger als erwartet. Er hat sich sogar recht gut geschlagen (2 Sterne in zwei Prüfungen) und macht bis jetzt einen entspannten Eindruck.

Günter Krause, Minister a.D. und Fettnäpfchen-Spezialist („alles die Medien …“) hatte nur wenig Zeit im Camp, grüßte seine „Freundin“ Angela Merkel aus dem Dschungel und versuchte ständig mit seinen Russisch-Kenntnissen zu punkten (was bei der Spanierin Elena Miras für Verwirrung sorgte). Ach ja, er persönlich führte die DDR in die BRD ein (oder so) und Helmut Kohl war wie ein Freund für ihn. Guter Mann, Helmut Kohl hatte keine Freunde. Niemand in diesem Amt und mit dieser Macht hat „Freunde“.
Ich kann mir nicht erklären, wie nicht wenige Twitter-Kommentatoren diesen abgehalfterten Showman zu ihrem heimlichen Favouriten erklären konnten. Hat sich ja jetzt erledigt.

Sven Ottke wandelte zu Beginn auf den Spuren eines Torsten Legat. Freimütig brachte er das Konzept der Sendung auf den Punkt: Den kenne ich nicht, die kenne ich nicht … breche mir schon beim Aussprechen des Namens die Zunge …
Ja Sven, so ist das. Es wäre nicht IBES, wenn da wirkliche Stars und Promis drin wären. Ansonsten staune ich ja, der Mann kann nicht nur nuscheln.

Prince Damian, Raul Richter, Marco Cerullo, Toni Trips, Anastasyia und auch Sonja Kirchberger konnten jetzt noch nicht so viel von sich zeigen. Die Aufmerksamkeit gebührte Danni Büchner und Elena Miras – weshalb die beiden Insasse folgerichtig von den Zuschauern in die erste richtige Dschungelprüfung gewählt wurden. Die Wendler-Ex, Claudia Norberg, stand als Dritte verstärkt im Mittelpunkt, was meiner Meinung aber eher unfreiwillig geschah. Daniela Büchner weiß nämlich, wie die Medien bedient werden wollen und versuchte ganz subtil, die ehemalige „Managerin“ des Wendler auszuquetschen.
Ich glaube ja fast, dass die Frau Norberg eigentlich eine ganz knorke Frau ist – nur jetzt leider diesen Trash-TV Pfad beschritten und damit in eine gewisse Schublade gerutscht ist. Es war ihr kein böses Wort über ihren ex-Partner rausgerutscht oder sie hebt es sich strategisch auf. Diesen Eindruck aber macht sie (bis jetzt) nicht.

Aber mal ein Wort zu Danni Büchner

Ja, der Tod eines geliebten Menschen und Partners ist immer tragisch. Wenn dieses unvermittelte Ableben aber quasi die Geschäftsgrundlage Deines „Erfolges“ wird, dann Prost Mahlzeit. Sie zog die Witwenkarte dann auch sehr schnell. Von der „Asche meines Mannes“ über „seinen Schlafplatz“ und ein Photo des Verstorbenen (okay) bis hin zur Ausbreitung seiner Leidensgeschichte gleich am ersten Tag war schon alles dabei, was sich die Regie wohl von ihr erhoffte.
Den Beef zwischen ihr und Anastasyia habe ich aufgrund zuwenig Trash TV Erfahrung nicht ganz gerafft. Irgendwer behauptete, dass sich irgendwer mit ihr verbandeln wollte oder auch nicht und … na jedenfalls herrscht zwischen den beiden Möchtegern-Promis Eiszeit (und das jetzt in Australien!). Es ist ohnehin traurig, wenn uns zwei Frauen als prominent verkauft werden, die es nur aufgrund ihrer (ex-)Partner sind.
Wenigstens für den Spruch des Tages hat die Frau gesorgt: Ob sie denn nochmal schwanger werden könnte, wenn sie jetzt den pürierten Schafshoden-Cocktail wegschlabern täte …
Daniel hatte daraufhin zu bedenken gegeben, dass das stark davon abhinge, auf welchem Wege sie den Cocktail zu sich nehmen würde. Konsequenz: Gackerndes Gelächter der Büchner, der dann wohl auch die Unsinnigkeit ihrer Frage bewusst wurde. Damit bewies Hartwich aber auch, dass er zu den schlagfertigsten Moderatoren im deutschen Fernsehen gehört, auch wenn das ganz schön derbe war.

Und jetzt: Elena Miras

Die lieferte schon mal gut ab. Aber da geht noch mehr. Ich hoffe mal, dass die Entbehrungen des Dschungelcamps ihrem Temperament und vor allem ihren Wutausbrüchen nichts anhaben werden.
Die erste Konfrontation gab es noch vor dem Einzug, als es eine „Rangerin“ doch wagte, ihr verknotetes Oberteil zu öffnen. Ein Bitchfight lag in der Luft, aber mein Eindruck ist, dass sich Frau Miras zwar gerne aufs Pöbeln verlegt aber eine echte Konfrontation dann doch scheut. Ihr Lebensabschnittsopfer Mike musste dann auch in der Stunde danach beschwichtigend erklären, dass sie halt gern Tacheles redet und eigentlich eine ganz entspannte Person ist.

Dieselbe Kotzedur wie jedes Jahr?

Einführend für alle Dschungelprüfungen mit Ekelfaktor stand dieses Mal eine schön angeteaserte Hommage an den Sketch-Klassiker „Dinner for One“ (die Älteren erinnern sich). Miss Sonie und ihr Butler Mr. Hartwitsch baten zu Tisch und servierten wahre Scheusslichkeiten. Aber RTL führt eine Änderung ein: kein Lebendgetier wird verzehrt. Anscheinend hat die australische Fauna durch die Buschfeuer genug gelitten.
Abgesehen von der Kirchberger, dem Trödelfuchs und noch wem versagten den geladenen Gästen die Nerven. Na das kann ja noch eiter werden.

Dschungelprüfung

  • Titel: Dinner for Twelve
  • Datum: 10.01.2020
  • Aufgabe:

    Essen von Ekelzeugs

  • Wer: Kandidaten
  • Verlauf:

    Man kaute, trank und spuckte - aber selten kam etwas Zählbares dabei heraus.

  • Ziel: 12 Sterne
  • Ergebnis: 3 Sterne

Abstimmung

Ihr könnt natürlich hier für euren Dschungelkönig oder -königin abstimmen. Die Leitungen sind offen 🙂

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