IBES 2026 – Tag 10: Wird Gil Ofarim wirklich Dschungelkönig?

Analyse & Kommentar zu „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ 2026, Folge 10

Die zehnte Folge von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! 2026 stellt die Zuschauer vor ein unangenehmes Gedankenspiel: Könnte ausgerechnet einer der umstrittensten Kandidaten dieser Staffel am Ende die Dschungelkrone holen? Und welchen Anteil daran haben nicht nur seine Leistung, sondern auch die Dauerbeschallung durch seine erklärte Gegenspielerin?

Gil Ofarim liefert ab: 8 von 10 Sternen in der Dschungelprüfung

Gil Ofarim nominierte sich selbst für die anstehende Dschungelprüfung. Auch seine Mitkämpfer stimmten mehrheitlich für ihn ab, sodass der Sänger zu Dschungelprüfung „Dschungel-Argh!quarium“ antreten durfte. Objektiv bewertet, hat er sich souverän verkauft und 8 von 10 möglichen Sternen erspielt.

Dschungelprüfung von Tag 10

Dschungel-Argh!quarium

Wann:

01/02/2026

Teilnehmer:

Gil Ofarim

Sterne zu gewinnen:

10

erspielte Sterne:

8

Aufgabe

Der Prüfling muss in einen Wassertank zu Schatztruhen hinabtauchen und die dort gelagerten Sterne herausholen. Zu jeder Truhe passt nur ein Schlüssel, erkennbar an Symbolen. Die passenden Schlüssel müssen über Wasser abgedreht werden. Während der gesamten Prüfung erhält der Kandidat Besuch von im Wasser lebenden Tieren wie Mini-Krokodil, Wasserschlangen, Kröten oder Fischen. Für die gesamte Prüfung sind 10 Minuten Zeit veranschlagt.

Ablauf

Hier galt es, geplant und möglichst zügig die Dschungelprüfung anzugehen. Die Aufgabe an sich war lösbar, wie so oft bei RTL war hier das Zeitlimit das Problem. Pro Stern eine Minute ist schon sportlich. Aber Gil Ofarim hatte die nötige Ruhe und auch Luft unter Wasser. Stern um Stern wurde aus den Truhen befreit. Von den Tieren ließ er sich so gar nicht beeindrucken. Ausgerechnet der Beutel, in dem die Sterne verstaut wurden, bereitete ihm Probleme und kostete wertvolle Sekunden. So reichte es „nur“ für 8 Sterne, aber das ist dann bisher auch die beste Quote in einer Dschungelprüfung dieser Staffel.

Gewinner der Folge: Gil Ofarim

Ja, der Makel bleibt. Der gefallene Ex-Star vermeidet weiterhin ein klares Schuldeingeständnis und die so oft verlangte Reue. Aber an Tag 10 war unübersehbar: Gil Ofarim verspürt Rückenwind.

Simone Ballack sprach gegenüber Mirja du Mont aus, was sich inzwischen auch viele Zuschauer fragen: Ist Gil Ofarim ernsthaft ein Anwärter auf den Dschungelthron?

Dafür spricht: Bei den Verkündungen zum Auszug erhielt er erneut kein „Du bist es vielleicht“. Es rufen also ausreichend viele Menschen für ihn an. Ob aus Überzeugung, Trotz oder Mitleid, lässt sich nicht sagen. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt dabei Ariel. Ihr permanentes Angehen seiner Person wirkt zunehmend kontraproduktiv und könnte ihm genau jene Sympathiepunkte verschaffen, die er bis jetzt selbst kaum aktiv erzeugt.

Hinzu kommt: Sterne bedeuten Essen. Und ein sattes Camp ist ein harmonisches Camp. Ofarim brachte nicht nur Nahrung, sondern auch die Zigaretten zurück – eine harte Währung im Dschungel.

Auch sozial tastet er sich weiter vor. Eine improvisierte Einheit „Dschungel-Yoga“ kam nicht bei allen gut an, setzte aber ein Signal: Er bemüht sich um Integration in die Gruppe. Das registrieren auch die Mitstreiter.

Verliererin der Folge: Mirja du Mont

Stellvertretend steht Mirja du Mont hier auch für Umut Tekin, der bereits zuvor gehen musste. Die Szenen nach seinem Auszug lassen mich umso ratloser zurück. Wozu war dieser Mensch im Dschungelcamp.

Dieses Ritual ghört ebenso zu IBES wie Reis und Bohnen: Bei jedem Auszug zeigen sich alle überrascht und geschockt. Doch bei Mirja du Mont klafften Realität und verklärte Meinung im Internet besonders weit auseinander, weshalb wir sie hier über sie sprechen müssen.

Es gibt sie in jeder Staffel: die ruhigen Kandidaten, die wenig auffallen und dennoch vom Publikum weit getragen werden. Manchmal wird daraus sogar Kult – man denke an Tina York. Bei Mirja du Mont funktionierte dieses Prinzip jedoch nicht.

Warum? Weil Unauffälligkeit allein kein Konzept ist. Bloß nicht anecken, nicht unangenehm auffallen, blass bleiben. Wofür stand sie im Camp? Welche Rolle nahm sie ein? Welche Geschichten brachte sie mit? Wer im Dschungel nichts erzählt, nichts riskiert und nichts von sich preisgibt, darf sich nicht wundern, wenn das Publikum das Interesse verliert.

Offenbar setzte sie auf die eigene Gravitas, während sie weiterhin den Nachnamen ihres umso berühmteren Ex-Mannes trägt. Ein Mann, aus dessen Bekanntheit sie gleichzeitig kein Potential schlagen wollte. Das wirkt unentschlossen aber auch ein wenig vermessen. Nein Mirja, abseits deines ex-Mannes kannte man dich nicht.

Im Interview bei Die Stunde danach bezeichnete sie sich selbst als ruhigen Charakter ohne Konfliktpotenzial. Die einzig naheliegende Frage lautet: Warum dann diese Show?

Ihr erklärtes Ziel – die Angst vor Kakerlaken zu überwinden – hat sie nach eigenem Bekunden erreicht. Mehr kam nicht. Mission erfüllt. Abmarsch. Da wünschen wir jetzt einfach weiterhin viel Erfolg bei der Karriere und hier und da eine Einladung zu Die Stunde danach oder Promidinner.

Was sonst noch geschah

Eva, Patrick und das moralische Mittelalter

Es heißt ja: Narrenmund tut Wahrheit kund. Weil Ariel bei Gil auf Granit beißt, eröffnete eine neue Front und nahm Eva Benetatou und Patrick Romer ins Visier. Der Vorwurf: wieder einmal flirte sie mit einem vergebenen Mann, diesmal Bauer Patrick. Dieser wiederum unterbinde das angeblich nicht. Wenn hier keine Kameras wären, dann hätte er sie schon längst gebumst. So!

Es folgte eine unangenehme Gesprächsrunde voller Ansichten, Ratschlägen und Weltbilder, die man eher in den 1950ern verorten würde. Wenn Ariel hier stellvertretend für die Schweizer Gesellschaft steht, dann macht das wenig Hoffnung für die Eidgenossen.

Von der Flacherde zu Friedhofsgeistern

Ich mache mir ohnehin Sorgen, wenn man dieser Frau zuhört. Ja, Frau! Denn als 22 jährige Mutter ist man nicht mehr dieses kleine Mädchen mit Welpenschutz, zu dem sie viele Meinungshaber in social media erklären wollen. Sie bleibt sich treu. Nach Flacherde-Andeutungen folgt nun eine übersinnliche Geschichte vom Friedhof und den Seelen Verstorbener. Spätestens hier stellt sich die Frage, ob das Provokation, Glaube oder schlichter Drang nach Sendezeit die treibende Kraft ist.

Einordnung & Ausblick: Was bedeutet das für Tag 11?

Die bisherigen Abstimmungsergebnisse sollten die stillen Mitläufer in Alarmstimmung versetzen. Gil Ofarim und Ariel erhalten erneut kein „Vielleicht“. Mit Mirja traf es eine Kandidatin, die auf nett und umgänglich setzte. Wer jetzt noch unsichtbar bleibt, riskiert den schnellen Abgang.

Es ist gut möglich, dass einige Kandidaten nun hektisch versuchen, sich entweder in Prüfungen wählen zu lassen oder in bestehende Konflikte einzuklinken. Der Kampf um Aufmerksamkeit beginnt spät – vielleicht zu spät.

Fazit

Ariel nervt. Nicht punktuell, sondern strukturell. Sie spielt immer dieselbe Platte – und die hat auch noch einen Sprung.
Gil Ofarim hingegen liefert in der Dschungelprüfung ab und profitiert vom Dauerfeuer seiner Gegnerin.
Eva Benetatou verzettelt sich in ihrer Flirt-Offensive, und mit Mirja du Mont verlässt ein vermeintlicher Publikumsliebling das Camp.

Weitere Abstimmungen und Umfragen zum Dschungelcamp findet ihr hier.

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