Tag 5 – Endlich Sterne für Ariel

Weder die Teilnehmer von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ 2026 noch die Zuschauer hätten jemals für möglich gehalten, dass so etwas noch passiert: In einer Dschungelprüfung werden tatsächlich Sterne geholt. Vier Stück! Ein kulinarischer Quantensprung, irgendwo zwischen Luxus und „Reis mit Bohnen, aber in festlich“.

Doch wie konnte es zu diesem Wunder kommen?

Ariel im Dschungelcamp: Von der Totalverweigerin zur Charmeoffensive

Die Anrufer haben Kreischboje Ariel mit stoischer Konsequenz bis in alle Ewigkeit in die Prüfungen gewählt – und damit das Camp zuverlässig in Richtung Hungertod manövriert. Erwartbar, ja. Nachhaltig? Eher nicht. Und ganz sicher keine Option für RTL.

Nachdem Ariel an Tag 4 eine Prüfung verweigerte und kurz davor war, von ihren Mitcampern rituell verspeist zu werden, kam die Erleuchtung: Strategiewechsel!
Aus Totalverweigerung wurde plötzlich Charmeoffensive. Auf einmal heißt es: „Natürlich möchte ich antreten“ – und nach ein paar Pflicht-Jammerern steht sie tatsächlich im Dschungel-Bähro.

Und siehe da: Die Regie hatte offenbar Mitleid. Oder warum konnte Ariel die Sterne diesmal einsammeln wie im Sonderangebot? Dabei wartete schon in der ersten Kammer der Endgegner aller Reality-Stars: Tauben.

Dschungelprüfung des Tages

Dschungelprüfungs-Bähro

Wann:

27/01/2026

Teilnehmer:

Ariel

Sterne zu gewinnen:

12

erspielte Sterne:

4

Aufgabe

Im Bunker des „Dschungelprüfungs-Bähro“ müssen in einzelnen Räumen Sterne eingesammelt werden. Die Räume werden von Tieren aus der australischen Fauna bevölkert. Dafür stehen 12 Minuten Zeit zur Verfügung. Nach einem Wechsel in den nächsten Raum kann nicht in den vorherigen zurückgekehrt werden.

Ablauf

Erst einmal die größte Überraschung: Ariel tritt zur Dschungelprüfung an und bricht sie auch nicht ab. Mit den Tieren hat sie allerdings ihre Probleme, vor allem den Tauben. Dennoch sammelt sie 4 sehr offensichtlich und einfach platzierte Sterne ein. Das geht natürlich nicht ohne das übliche Gekreische ab.

Ja, genau. Eine Ariel, die sich angeblich vor Tauben, Schmetterlingen und sogar Wasser fürchtet, sammelt am Ende sagenhafte 4 von 12 Sternen ein. Wind wäre mal etwas, wovor sie sich nicht fürchtet.
Hätten wir nur mehr Wind“, kommentierte Sonja Zietlow trocken. Und man merkt den Moderatoren an: Solange Ariel der Dreh- und Angelpunkt jeder Folge ist, leiden sie solidarisch mit Publikum und Camp.

Stephen Dürr: der Mann der klaren Analysen

Endlich traut sich einer. Stephen Dürr kommt aus der Deckung – und liefert.

Sein Humor ist trocken, manchmal sperrig, aber inhaltlich erschreckend treffsicher. Umut bescheinigte er kurzerhand Therapiebedarf und empfahl ihm, mit der Familiengründung noch zum Schutz der Menschheit zu warten. Ich wäre fast vom Sofa gefallen.

Und auch Gil Ofarim bekam sein Fett weg: Solange er sich nicht ehrlich mache und keine Reue zeige, werde der Dschungel kein Neustart, sondern nur eine weitere Flucht nach vorn.
Kurzfassung: Bähm.

Gil Ofarim im Dschungelcamp: Teuer eingekauft und bereits abgeschrieben

Apropos Gil Ofarim: Was zur Hölle war das?

Dass der vermutlich teuerste Cast dieser Staffel nicht liefert, was sich RTL erhofft hat, wissen wir inzwischen. Auch in dieser Folge: nichts Neues. Stattdessen redet er von Neuanfang, Zukunft, Comeback, großer Bühne. Irgendwann. In einem Jahr. Vielleicht. Eventuell.

Viel Pathos, viel Nebel, null Reue.

Verschwurbelte Phrasen, bedeutungsschwangere Halbsätze und alles mit dieser Schwere. Aber ohne klares Schuldeingeständnis ist das alles nichts Wert.
Am Ende nimmt er vermutlich seine mittlere sechsstellige Gage mit. Aber das geplante Comeback? Zukünftige Projekte und dicke Deals? Sehe ich Stand jetzt komplett scheitern.

Oder er spielt auf Zeit und kommt am letzten Tag vor dem ersten Auszug mit der großen Beichte. Möglich. Glaubwürdig? Eher nicht.

Lästerrunde, Umut-Rätsel und der ewige Schlafplatz-Zirkus

Vor Ariels Sinneswandel setzten sich die „Alten“ zusammen und lästerten gnadenlos über sie. Kindisch? Ja. Verdient? Auch ja. Ariel empörte sich theatralisch – weiß aber selbst genau: Nach dem 9. Februar kennt hier eh keiner mehr irgendwen. Also: Jeder Beef bringt Quote. Und 4 Erwachsene gegen eine kindliche Kreischboje mit Sprach-Handicap und Schweizer Migrationshintergrund? Bringt Mitleid.

Das Umut-Segment hingegen: Inhaltlich irgendwo zwischen Beziehungsratgeber und Selbstfindungsseminar. Worum ging’s genau? Bindungsangst? Entscheidungsangst? Existenzangst? Niemand weiß es.

Und dann natürlich wieder: die Schlafplätze.
Nach 18 Staffeln immer noch Diskussionen darüber, dass die Randplätze nass sind und die Mitte besser ist. Spoiler: Das wird sich nicht mehr ändern.
Währenddessen schnarcht Hubert Fella wie ein australischer Holzfäller auf Ketamin. Der Mann ist ein Naturphänomen: Hinlegen, Augen zu, akustische Rodung.

Fazit: Viel Taktik, wenig Ehrlichkeit, ein Lichtblick namens Dürr

  • Stephen Dürr überrascht positiv und wird zur Stimme der unausgesprochenen Wahrheiten.
  • Ariel spielt plötzlich mit – und wird trotz magerer 4 Sterne kurzzeitig zur Heldin.
  • Gil Ofarim hat sich bislang komplett verzockt und ist die größte Enttäuschung der Staffel.

Wie lange Ariels neue Rolle hält, sehen wir spätestens in der nächsten Folge, wenn das Dreamteam Eva, Ariel und Gil wieder gemeinsam zur Prüfung antreten darf.

Das kann ja heiter werden.

Weitere Abstimmungen und Umfragen zum Dschungelcamp findet ihr hier.

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